Geschichte

Die Geschichte der Reussfähre beginnt am 27. Februar 1896 reichte Romeo Tiravanti von Morcote, ein Gesuch für ein Patent für ein Wein- und Speisewirtsrecht in einem neuzubauenden Hause an der Sentimattstrasse 14 ein.
Dieses Gesuch wurde vom Regierungsrat wegen der Bedürfnisklausel aber abgelehnt. Ein 11-seitiger Rekurs vom Mai 1896 durch Advocat Dr. Allgäuer wurde dann aber vom Bundesrat am 5. Dezember 1896 gutgeheissen und am 22. Dezember 1896 erfolgte die Patenterteilung an Romeo Tiravanti für ein Parterrlokal mit kleinem Garten.

Am Anfang stand das Wirtshaus Reussfähre unter keinem guten Stern. Bis 1920 gaben sich sowohl die Hausbesitzer wie auch die Pächter fast jährlich die Klinke in die Hand.

1903 erhielt die Reussfähre eine Kegelbahn, die aber bereits 1924 einer Wirtshausküche weichen musste.
Danach hatten die Pächter ein besseres Auskommen und die Wechsel wurden seltener.

Hier eine Liste der Betreiber der letzten 90 Jahre:
1925 Josef Piazza
1932 Giuseppe Piazza
1946 Pio Luigi Vacchi-Bonati vom Bondeno(Italien)
1949 Anna Hasler-Mathys
1952 Balthasar Hammer
1956 Anna Waser-Fuchs
1962 Emilie Bucher-Scherer
1967 Isidor Dubach und Josef Forster
1971 Isidor Dubach

Ab 1971 bewirtete Isidor Dubach mit Carla dann das Wirtshaus Reussfähre
zusammen. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Fast 40 Jahre prägten der legendäre „Cognac“ und die „Fährimutter“ das Geschehen in der Reussfähre bis Carla Dubach die Liegenschaft 2006 an Felix Blättler verkaufte.

Nach einer sanften Renovation und dem Neubau der Küche, übernahm Sabina Degiacomi bis 2014 die Leitung der Reussfähre.

120 Jahre alt

Das Wirtshaus Reussfähre ist 120 Jahre alt. Die Räumlichkeiten und die Umgebung haben über all die Jahre nichts von ihrem Charme verloren.

Fasziniert vom Ambiente in diesem Gasthaus, von der neu gestalteten Pergola, wie auch von der schönen Terrasse an der Reuss, haben wir uns letztes Jahr entschlossen, ein weiteres Kapitel der Geschichte der Reussfähre aufzuschlagen.
Mit Stolz aber auch mit Ehrfurcht treten wir das Erbe der legendären Fähri-Mutter Carla Dubach und Sabina Degiacomi an.

Wir sind bestrebt, das Wirtshaus so zu leiten, dass es ein Treffpunkt für jedermann ist. Wir freuen uns das ehrwürdige Wirtshaus jeden Tag aufs neue für Sie mit währschafter Gastfreundschaft zu einem beliebten Ort für Essen, Trinken und Sein zu machen.